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Open leren shopper met ruime binnenkant naast een gevouwen trui

Taschenmaße erklärt: Abmessungen lesen, Liter schätzen und was wirklich hineinpasst

Taschenmaße lesen ohne Überraschungen: von Außenmaß zu Innenmaß, Liter selbst nachrechnen und was 20, 25 oder 55 Liter in der Praxis bedeuten.

Auf der Produktseite steht 45 x 35 x 10 cm und 23 Liter, und du weißt immer noch nicht, ob deine A4-Mappe hineinpasst. Wer Taschenmaße nachschlägt, findet Außenmaße; der Inhalt in Litern ist eine Schätzung des Herstellers, und diese beiden Zahlen widersprechen sich regelmäßig. Mit einem Maßband und zwei Faustregeln weißt du innerhalb einer Minute, was wirklich hineingeht.

Die kurze Antwort: Zieh bei einer Ledertasche 1 bis 2 cm pro Seite vom Außenmaß ab, um das Innenmaß zu bekommen, und rechne die Liter selbst nach mit Höhe x Breite x Tiefe in Dezimetern, mal 0,7. Kommt dabei weniger heraus, als der Hersteller angibt? Das ist normal. Die Herstellerzahl ist die Tasche voll und rund, deine Zahl ist die Tasche leer und flach. Für die Wahl einer Tasche ist deine Zahl die nützlichere.

Taschenmaße: wie liest du Höhe, Breite und Tiefe?

Die meisten Onlineshops notieren die Maße als Höhe x Breite x Tiefe, aber nicht alle in dieser Reihenfolge. Schau deshalb auf die Zahlen selbst. Die größte ist bei einem Rucksack die Höhe, bei einer Reisetasche die Breite. Die kleinste ist fast immer die Tiefe, und darauf kannst du dich am wenigsten verlassen, denn die ändert sich, sobald du etwas in die Tasche steckst.

Außenmaße werden mit geschlossener und leerer Tasche gemessen, von Rand zu Rand, ohne Henkel. Bei 2 mm dickem Leder plus Futter plus einer Naht, die nach innen fällt, verlierst du pro Seite etwa 1 bis 2 cm. Ein Rucksack mit 35 cm Breite hat innen also noch 31 bis 33 cm übrig. Eine A4-Mappe ist 31 cm hoch und 22 cm breit, ein 15,6 Zoll Laptop etwa 36 x 25 cm. Dieser Laptop passt also nicht selbstverständlich in eine 35 cm breite Tasche, er steht aufrecht, und dann muss die Höhe es zulassen. Bei der Mavis mit 45 cm Höhe ist das kein Problem. Bei einer Tasche mit 30 cm Höhe schon.

Die Tiefe ist am schwierigsten. Eine Tasche mit einem flachen Boden von 10 cm nimmt leer 10 cm ein, steht aber mit einem Laptop, einem Etui und einer Brotdose locker 15 cm bauchig. Steifes pflanzlich gegerbtes Leder gibt dabei weniger nach als geschmeidiges Chromleder.

Wie schätzt du den Inhalt in Litern?

Teile Höhe, Breite und Tiefe in Zentimetern durch zehn, multipliziere sie miteinander und multipliziere das Ergebnis mit 0,7. Diese 0,7 korrigiert dafür, dass eine Tasche keine Kiste ist: Die Ecken sind rund, die Oberseite läuft konisch zu, und ein Teil des Raums geht für Fächereinteilung drauf. Für die Mavis wird das 4,5 x 3,5 x 1,0 = 15,75, mal 0,7 sind 11 Liter.

Auf der Produktseite steht 23 Liter. Diesen Unterschied siehst du bei nahezu jeder Marke, und er entsteht durch die Art der Messung. Ein angegebener Inhalt wird meist an einer gefüllten Tasche bestimmt, und ein gefüllter Lederrucksack ist nicht 10, sondern 18 oder 20 cm tief. Setzt du 20 cm statt 10 in die Formel ein, kommst du auf 22 Liter, und plötzlich stimmt es. Die Formel mit der flachen Tiefe gibt also den Inhalt an, ohne dass die Tasche bauchig wird. Danach planst du, wenn du einen Laptop mitnimmst, denn den willst du nicht in eine bauchige Tasche einklemmen.

Nutze Liter vor allem, um Taschen derselben Marke zu vergleichen. Zwischen Marken sagen sie wenig aus, denn die eine misst voll, die andere flach. Vergleichst du zwei Marken, dann anhand der Abmessungen: Tasche gegen Tasche, in Zentimetern.

Was bedeuten 20, 25 oder 55 Liter in der Praxis?

Zwanzig Liter ist der Tagesrucksack. Ein Laptop bis 14 oder 15 Zoll, eine A4-Mappe, ein Etui, eine Brotdose und eine halbe Liter Flasche. Eine zweite Mappe geht noch, ein dicker Pullover nicht mehr. Das ist das Maß für Büro, Uni und die Stadt.

Fünfundzwanzig Liter klingt nach etwas mehr, aber es ist ein Viertel zusätzlicher Raum. In der Praxis ist das der Unterschied zwischen Laptop plus Mappe und Laptop plus Mappe plus Sportkleidung oder einer anderthalb Liter Flasche. Wer nach der Arbeit noch ins Fitnessstudio geht, merkt diese fünf Liter jeden Tag. Wer nur einen Laptop mitnimmt, schleppt fünf Liter Luft mit und eine Tasche, die nie straff sitzt.

Fünfundfünfzig Liter ist eine andere Art Tasche. Das ist eine Reisetasche: Kleidung für zwei bis drei Nächte, ein Kulturbeutel, Schuhe dazu und noch etwas übrig. Die Milo mit 55 x 27 x 25 cm gehört in diese Kategorie. Rechnest du sie mit der Formel nach, kommst du auf 5,5 x 2,7 x 2,5 = 37, mal 0,7 sind 26 Liter flach. Voll und bauchig wird daraus das Doppelte. Für ein Wochenende ist das reichlich. Für eine Woche mit Wäsche zum Zurücktransportieren wird es eng, und dann schaust du besser nach einem Koffer.

Beocca-Maße und die dazugehörigen Liter

Die Tabelle stellt die Außenmaße aus den Spezifikationen neben den angegebenen Inhalt und neben das Ergebnis der Formel mit der flachen Tiefe. Diese letzte Spalte ist bewusst die niedrige Schätzung: was hineinpasst, bevor die Tasche sich ausdehnt.

ModellTyph x b x t (cm)Angegebener InhaltFormel, flach
CleoRucksack, Laptop bis 14 Zoll25 x 32 x 1120 Liter6 Liter
LorneRucksack, täglicher Gebrauch30 x 26 x 8nicht angegeben4 Liter
LilithRucksack, Vintage-Stil40 x 35 x 1220 Liter12 Liter
MavisRucksack, Laptop bis 15,6 Zoll45 x 35 x 1023 Liter11 Liter
FinnRucksack, Laptop bis 17 Zoll40 x 35 x 1225 Liter12 Liter
BryceRucksack, Laptop bis 17 Zoll43 x 29 x 1225 Liter10 Liter
MiloReisetasche27 x 55 x 2555 Liter26 Liter
IvyUmhängetasche, Tablet bis 10 Zoll23 x 29 x 8nicht angegeben4 Liter
BeauHandtasche22 x 28 x 12nicht angegeben5 Liter

Was auffällt: Bei der Cleo ist die Lücke zwischen Formel und Angabe am größten, und das ist bei einem kompakten Modell logisch, denn jeder Zentimeter, den sich die Tasche ausdehnt, zählt dort verhältnismäßig stark. Finn und Lilith haben dieselben Außenmaße, aber Finn ist um einen 17 Zoll Laptop herum gebaut. Die Bryce ist schmaler als die Finn (29 gegen 35 cm) und etwas höher, ein 17 Zoll Laptop passt in beide, aber in der Bryce sitzt er straffer.

Was misst du zu Hause nach, bevor du bestellst?

Nimm das größte Ding, das du täglich mitnimmst, meist den Laptop oder eine A4-Mappe. Miss es in der Hülle, denn die Hülle zählt mit, und vergleiche mit dem Innenmaß: Außenmaß minus 2 cm pro Seite. Passt es auf dem Papier mit 1 cm Spielraum, passt es auch in der Realität. Passt es genau, passt es nicht, denn Leder gibt in der Breite kaum nach, und ein Reißverschluss, den du über einen Laptop ziehen musst, geht innerhalb eines Jahres kaputt.

Schau danach auf die Tiefe, und vor allem auf das, was neben dem Laptop noch hineinmuss. Ein Laptop mit 2 cm, ein Etui mit 4 cm und eine Brotdose mit 6 cm sind zusammen 12 cm. Bei 10 cm Tiefe geht das nur, wenn die Tasche sich ausbeult, und dann liegt dein Laptop schief. Bei 12 cm passt es genau. Mehr zu dieser Abwägung findest du im Ratgeber zur Wahl eines Lederrucksacks für Arbeit und Freizeit, und wer noch zwischen Rucksack, Umhängetasche und Shopper zweifelt, findet Hilfe im allgemeinen Ratgeber für Ledertaschen.

Willst du die Tasche mit ins Flugzeug nehmen, gelten andere Maße als die deiner Sachen. Wie viel Liter ins Gepäckfach passen und welche Maße die Fluggesellschaften vorgeben, steht in wie viele Liter ein Rucksack als Handgepäck haben darf.

Ein Fehler, der oft gemacht wird: eine Tasche für den vollsten Tag der Woche kaufen. Wer einmal pro Woche Sportkleidung mitnimmt und vier Tage lang nur einen Laptop, läuft vier Tage mit einer halbleeren Tasche herum, die schlaff hängt und den Laptop rutschen lässt. Kauf nach dem normalen Tag. Eine Tasche im Format der Mavis sitzt dann straff, und eine Reisetasche wie die Milo ist für die Tage da, an denen es wirklich viel ist.

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