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Leren schoudertas op een werkbank naast leerverf, een wollen dauber en een half donker geverfd leerstaal

Leder färben: Kann man eine Ledertasche umfärben?

Leder färben geht, aber nur in Richtung dunkler. Wie pflanzlich gegerbtes Leder Farbe aufnimmt, wie du vorgehst und wann die Tasche besser zum Profi geht.

Deine cognacfarbene Tasche ist nach ein paar Jahren fleckig geworden, oder du hättest sie eigentlich lieber in Schwarz. Da liegt die Frage nahe: Kann ich sie nicht einfach färben? Ja, das geht. Leder färben funktioniert allerdings nur in eine Richtung, nämlich dunkler, und das Ergebnis hängt mehr von der Vorbereitung ab als von der Farbe selbst.

Kann man Leder färben? Die kurze Antwort

Lederfarbe ist keine Wandfarbe. Die meisten Lederfarben (im Englischen leather dye) sind transparent: Sie ziehen in die Fasern ein und mischen sich mit dem Ton, der schon da ist. Braun auf Cognac ergibt Dunkelbraun, Schwarz auf Grün ergibt Schwarz mit manchmal grünem Schimmer. Eine Tasche dunkler zu machen klappt also gut. Eine schwarze Tasche beige zu färben klappt mit Dye nie.

Willst du trotzdem heller werden, landest du bei deckender Lederfarbe (leather paint). Die liegt als Schicht auf der Oberfläche, so wie bei Sneakern, die Leute selbst bemalen. Auf einer Tasche, die den ganzen Tag gebogen wird und scheuert, bekommt so eine Schicht mit der Zeit Risse, vor allem an Henkeln, Falten und Ecken. Für eine Alltagstasche rate ich davon ab.

Was pflanzlich gegerbtes Leder beim Färben anders macht

Pflanzlich gegerbtes Leder wird mit Gerbstoffen aus Baumrinde und Holz gegerbt. Es ist offen und saugfähig, deshalb dunkelt es in der Sonne nach und bekommt Patina. Genau diese Eigenschaft macht es beim Färben empfindlich. Es nimmt Farbe schnell auf, aber auch ungleichmäßig. Wo die Tasche oft angefasst wurde, sitzt mehr Hautfett, und dort zieht die Farbe schlechter ein. Wo der Narben etwas offener ist, zieht sie tiefer ein. Ganz gleichmäßig wird es selten.

Chromgegerbtes Leder mit einer dichten Zurichtung hat das umgekehrte Problem: Die Farbe bleibt obendrauf liegen. Dort musst du die Deckschicht erst mit einem Lederreiniger oder Deglazer anlösen, und genau an diesem Schritt scheitern viele Versuche. Der Unterschied zwischen pflanzlich und chromgegerbtem Leder bestimmt also auch, wie eine Tasche auf Farbe reagiert.

Noch etwas solltest du wissen. Pflanzlich gegerbtes Leder dunkelt nach dem Färben durch Licht weiter nach. Eine Tasche, die du von Cognac auf Mittelbraun färbst, wird in der Sonne einfach weiter dunkler, genau wie vorher. Wie das funktioniert und was du bei einer hellen und einer dunklen Seite tun kannst, steht im Artikel über Ledertaschen, die durch Sonne verfärbt sind.

Welcher Farbwechsel klappt und welcher nicht

VonNachMit Lederfarbe machbar?
Natur oder CognacDunkelbraunGut, der berechenbarste Wechsel
CognacSchwarzGut, aber zwei bis drei Schichten nötig
BeigeCognac oder BraunMittel, alte Flecken zeichnen sich oft durch
GrünSchwarzMittel, in Nähten bleibt manchmal Grün sichtbar
DunkelbraunCognacNicht mit Dye, nur mit deckender Farbe
SchwarzBeige oder WeißNicht realistisch
WildlederDunklerNur mit spezieller Veloursfarbe, die Fasern werden etwas steifer

Die Nähte färben meistens nicht mit. Polyestergarn nimmt Lederfarbe kaum an, also behält eine Cognac-Tasche mit hellen Nähten nach dem Färben ihre hellen Nähte. Das kann schön aussehen. Es kann aber auch wirken, als hätte jemand auf halber Strecke aufgehört.

Ledertasche färben: so gehst du vor

Machst du es selbst, übe zuerst an einem Stück altem Leder oder an einer Tasche, an der du nicht hängst. Arbeite in einem gut belüfteten Raum, denn die meisten Lederfarben auf Alkohol- oder Lösemittelbasis riechen kräftig.

  1. Ausräumen und abkleben. Nimm alles heraus, sauge das Futter ab und klebe Reißverschlüsse, Metallteile und den Futterrand mit Malerkrepp ab.
  2. Entfetten. Wische die ganze Oberfläche mit einem Lederentfetter auf einem Baumwolltuch ab. Hier entscheidet sich, ob es gleichmäßig oder fleckig wird: Handcreme, Hautfett und altes Lederfett halten die Farbe ab.
  3. Testen. Probiere die Farbe an einer versteckten Stelle, etwa am Boden oder an der Innenseite einer Klappe. Lass sie über Nacht trocknen, bevor du den Ton beurteilst, denn nasses Leder ist immer dunkler.
  4. Dünn auftragen. Arbeite mit einem Wollknäuel oder einem weichen Schwamm in kleinen Kreisen. Lieber drei dünne Schichten als eine nasse, denn eine nasse Schicht hinterlässt Ränder, wo sie antrocknet.
  5. Kanten separat. Gefärbte Kanten nehmen Dye anders an. Die arbeitest du hinterher mit Kantenfarbe im selben Ton nach.
  6. Auspolieren. Nach einem Tag Trocknen polierst du überschüssiges Pigment mit einem trockenen Tuch ab. Es kommt mehr Farbe herunter, als du denkst. Das ist normal.
  7. Versiegeln. Fixiere die Farbe mit einem Finish oder einem Wachsbalsam. Lässt du das weg, färbt die Tasche auf deine Kleidung ab.

Rechne mit einem Wochenende inklusive Trockenzeit. Trag die Tasche in der ersten Woche nicht an einer hellen Jacke.

Selbst machen oder zum Profi?

Für eine Tasche, die du oft trägst und magst, ist ein Lederrestaurator oder ein Schuhmacher mit Erfahrung bei Lederwaren meistens die bessere Wahl. Er hat Sprühgeräte, weiß, welche Farbe auf welches Leder gehört, und kann Nähte und Futter unsichtbar abdecken. Frag vorher, ob er mit pflanzlich gegerbtem Leder arbeitet, denn viele Farbsysteme sind für Möbelleder mit dichter Deckschicht gemacht.

Selbst färben ist in Ordnung für eine alte Tasche, die du sonst weggeben würdest, oder wenn du nur einen Ton dunkler willst und ein paar Wolken nicht schlimm findest. Eine selbst gefärbte Tasche sieht aus wie eine selbst gefärbte Tasche. Manche finden genau das schön.

Erst prüfen, ob es nötig ist

Viele Taschen, die Leute färben wollen, haben keine hässliche Farbe, sondern sind einfach trocken. Trockene Stellen wirken heller als gepflegte, deshalb wird eine fleckige Cognac-Tasche nach einer Behandlung mit Lederfett oft schon deutlich gleichmäßiger. Probier das zuerst, so wie in ausgetrocknetes Leder wiederherstellen beschrieben. Fett lässt sich rückgängig machen, Farbe nicht.

Alle Taschen von Beocca sind aus pflanzlich gegerbtem Vollnarbenleder, also gilt das oben über saugfähiges Leder für jedes Modell. Cognac wird mit den Jahren von selbst dunkler: die Umhängetasche Ivy in Cognac sieht nach ein paar Jahren anders aus als am Tag, an dem sie ankommt. Möchtest du das lieber nicht, ist Schwarz die Farbe, die sich am wenigsten verändert. Im Farbratgeber für Ledertaschen steht, welche Töne schön altern und welche vor allem im Laden gut aussehen.

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